Wenn der Glaube in die Jahre
kommt....
Entdeckungen im Lande des Älterwerdens. Da gibt es für jeden von uns
immer wieder wertvolle und weiterführende Erkenntnisse und Einsichten:
einzelne Wendungen, prägnante Überschriften, ganze Sätze, ja auch manche
Worte , auch Schlagzeilen, auf
die wir in den verschiedensten Dokumenten stoßen, können eigene
Überlegungen anregen oder auch vertiefen – man muss sich eben auf den Weg
machen durch all die Textlandschaften, die zum Älterwerden entstehen
Ich möchte Ihnen deshalb aus der folgenden Dokumentation die Sätze
nennen, die mein Denken angeregt haben. Davon hatte ich schon öfter gehört
„Wenn der Glaube in die Jahre kommt“ Was das aber auch für mich persönlich
bedeuten kann, dazu gibt es einige sehr bedenkenswerte Sätze aus der
folgenden Dokumentation, die ich an den Anfang stellen möchte:
Wenn der Glaube in
die Jahre kommt, dann sollte er eine gegenseitige Entwicklung genommen
haben wie unser natürliches Leben sie nimmt; im Sinne von Paulus, wenn er
Schreibt: Wenn auch
meine körperlichen Kräfte nachlassen, wird doch das Leben, das Gott mir
schenkt, von Tag zu Tag erneuert“.(2.Korinther 4,16).
Wenn der Glaube in
die Jahre kommt, dann sind ihm Lehrjahre vorausgegangen; Lehrjahre mit
Höhen und Tiefen, Weiten und engen, Siegen und Niederlagen, Oasen und
Wüsten. Jeder hat seine eigene Biographie. Es stellt sich die Frage: Was
haben wir in diesen Zeiten gelernt?
Sie wollten uns
herausfordern, im Glauben zu wachsen, zu reifen und Frucht zu tragen.
Manchen Herausforderungen konnten wir vielleicht ausweichen, anderen
mussten wir uns stellen. Wer nur ausweichen, das heißt die Sonnenseiten
des Lebens erleben wollte, erlebte in jedem Fall weniger Profilierung
eines Glaubenslebens, als wenn er sich den Herausforderungen gestellt
hätte. Bewegung im Glauben ist wichtig.
Um es in Bildern
deutlich zu machen:
Was eine Wanderkarte
ist, erfahre ich erst richtig, wenn ich mich mit ihr auf den Weg mache und
– vielleicht an einer entscheidenden Wegkreuzung - ihre Zeichen und
Weisungen auf ihren Sinn, auf ihre Richtigkeit und Zuverlässigkeit
erprobe.
Was ein Schiff ist,
wird mir deutlich, wenn ich damit ausfahre und merke, was es in Gefahr
leistet. Wer den Inhalt des Glaubens erkennen will, muss ihn erproben.
Worte wie „Vorsehung“ oder „Menschenfreundlichkeit Gottes“ bleiben tot,
solange ich sie nicht erprobt habe, solange ich nicht entschlossen bin,
was immer geschieht, Gutes wie Schlimmes, Gewähr von Leben oder Entzug, so
aufzufassen, dass es von Gott herkommt und erfahrbare Form seiner Liebe
ist. I dem Masse als Glaubende dies tun und gegen Anfechtung, Bedrängnis,
Langeweile und Schwermut dabei verharren, entfaltet das von ihnen
Geglaubte seine Wahrheit: Sie erfahren, dass es eine tragende und
richtungsweisende Kraft gibt. Um es noch einmal zu sagen: das hier Gesagte
gilt für beide alterspezifischen Lebensdimensionen, für das , was mir im
Entzug genommen, und für das, was mir in der Gewähr geschenkt wird. Aus
anfänglich zögerlichem Glauben wird so allmählich konkretes christliches
Wirklichkeitsbewusstsein.“
Die ganze Dokumentation als
PDF-Datei
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